Serious Monday

Serious Monday: Chile – Rettungsaktion der 33 Bergleute verzögert sich

August 30th, 2010  |  Published in Serious Monday

 San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste

San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste

Am 5. August wurden 33 Bergleute durch den Einsturz einer Gold- und Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste in 700 Metern Tiefe verschüttet.

Die Bohrung eines Rettungstunnels sollte schon am Samstag voriger Woche beginnen, aber die Vorbereitung der technischen Vorraussetzungen für die Bohrung sind wahrscheinlich erst heute richtig abgeschlossen.
Trotz aller Anstrengungen kann es noch bis zu 4 Monate dauern bis die Männer tatsächlich geborgen werden können.
Geplant ist, die eingeschlossenen Bergarbeiter über einen Schacht mit einem Durchmesser von 66 Zentimetern an die Oberfläche zu holen. Der Bohrer kann aber pro Tag nur maximal 20 Meter in die Tiefe vordringen, deshalb die lange Wartezeit.

Geht es nach Staatschef Sebastián Piñera würde er die Leute gern noch vor dem 18. September retten, denn dann feiert Chile den 200. Jahrestag seiner Unabhängigkeit von Spanien. Gesundheitsminister Jaime Mañalich sagte am Wochenende, dass ein alternativer Rettungsplan in Kürze vorgestellt werde. Experten hatten vorgeschlagen, einen bereits existierenden Schacht mit 12 Zentimetern Durchmesser zu erweitern. Der Schacht ist rund 300 Meter von dem Schutzraum entfernt, die Stelle wäre für die Kumpel über einen Tunnel erreichbar. Die Bohrgeräte-Firma Geotec hatte erklärt, dass dieser Weg nach bereits zwei Monaten zur Rettung der Bergleute führen könnte. Außerdem ist eine Bohrung nahe des verschütteten Eingangsschachtes im Gespräch, Experten warnen aber vor neuen Einsturzrisiken.

Bilder der verschütteten Kumpel (Quelle: Spiegel Online /AFP)

Bilder der verschütteten Kumpel (Quelle: Spiegel Online /AFP)

Momentan befinden sich die Verschütteten in einem Schutzraum in dem sie über ein schmales Verbindungrohr Kontakt zu ihren Familien und zur Außenwelt halten können und durch das sie von oben mit Nahrungsmitteln versorgt werden.

Der Ruf nach mehr Sicherheitskontrollen wird natürlich jetzt umso lauter und so kündigte der Bergbauminister Laurence Golborne eine stärkere Kontrolle der Bergwerke an. Es soll eine Institution geschaffen werden, die für die Genehmigung von neuen Bergwerken und den Einhalt der Sicherheitsnormen zuständig sein soll. So sollen die Minenbetreiber und Firmenchefs für die Bedeutung der Arbeitssicherheit sensibilisiert und noch mehr in die Verantwortung genommen werden.
Da diese Massnahmen natürlich irgendwie finanziert werden müssen, werden die Mittel für das Bergbauministerium von 24 auf 56 Millionen Dollar hochgesetzt. Das ist mehr als das Doppelte von dem, was die Regierung jetzt dafür ausgibt.

Trotz allen Unglücks sind die Bergleute wie auch die Angehörigen positiv eingestellt, dass sie bald befreit werden und vertreiben sich die dunkle warme Zeit in der Tiefe mit Kartenspielen und kleine Liebesbotschaften an ihre Angehörigen zu schicken.

Wünschen wir ihnen, dass sie nicht 4 Monate warten müssen und der Unabhängigkeitstag Chilés zu Ihrem eigenen wird.

Serious Monday: Wikipedia

August 23rd, 2010  |  Published in Serious Monday

Wer kennt es nicht, wer nutzt es nicht um sein Wissen für den Stammtisch zu vertiefen, oder um Diskussionen im Büro zu festigen. Um seinen eigenen Horizont zu erweitern oder auch mal um einfach nur ein “Fremdwort” nachzuschlagen:

Unser aller WIKIPEDIA.

Leider ist es jedoch so, dass sich immer weniger Menschen um den Inhalt kümmern. Jeder möchte seinen Wissendurst stillen, jedoch nur wenige sind noch bereit, die Artikel mit Inhalten zu füllen oder eben Veränderungen oder Neuerungen hinzuzufügen.

Das hat mehrere Gründe:
1. Ist der “Boom” nicht mehr so groß, viele Artikel gibt es schon und nur wenige Lücken sind zu füllen. Mit rund 1,1 Millionen Beiträgen ist die deutsche Version nach der englischsprachigen die zweitgrößte der Welt. Dies bedeutet, dass der einzelne Artikel nicht mehr die Bedeutung hat wie noch 2001 als Wikipedia startete.
2. Der Ton ist in der Zwischenzeit rauher geworden. Der Unmut wächst, da immer mehr Einträge von erfolgreicheren Mitgliedern der Gemeinschaft editiert oder gleich ganz gelöscht werden. (Organisationsstruktur Wikipedia: Angemeldete Benutzer, die bereits eine bestimmte Zahl von Bearbeitungen vorgenommen haben, verfügen über zusätzliche Rechte. Besonders engagierte Teilnehmer können von der Autorengemeinschaft zu Administratoren gewählt werden. Administratoren haben erweiterte Rechte und Aufgaben, wie z. B. das Recht, die Bearbeitung von umstrittenen Artikeln für nicht angemeldete Benutzer zu sperren oder auch Bearbeiter zeitweise auszuschließen, die grob oder wiederholt gegen die Regeln verstoßen. Quelle: Wikipedia)
3. „Newsweek“ zum Beispiel sieht die Ursache für den Autorenschwund in einer „tiefen Wahrheit der menschlichen Natur“: Menschen arbeiten schlichtweg nicht gern umsonst.

Also wäre es an der Zeit, sich wieder auf die Ursprünge zu konzentrieren und der breiten Masse wieder kostenlose und aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen. Wir verbringen so viel Zeit mit und im Internet, dass man ein paar Minuten erübrigen sollte um sich mal mit Wikipedia zu beschäftigen.

In diesem Sinne, einen serious monday und ich freue mich auf Eure kreativen Beiträge.

Dirk und das Team von anounz

Serious Monday: Öffentlich rechtlich = öffentlich richtig?

August 16th, 2010  |  Published in Serious Monday

Heute schon GEZahlt?
Bei den aktuellen Werbekampagnen der öffentlich rechtlichen Fernsehsender bekommt man als “Rundfunkgebührendrücker” schon ein wenig Bauchschmerzen.
Selbst die Ausrede, das man keinen Fernseher hat, reicht nicht mehr aus, denn mittlerweile muss sogar für einen Laptop Rundfunkgebühr gezahlt werden, weil man auf diesem ja übers www. auch fernsehen kann.

Seien wir mal ehrlich, Fernsehen ohne Werbung is doch wirklich schön, aber manchmal lässt halt das Programm etwas zu wünschen übrig. Mal abgesehen vom sonntäglichen Tatort und einigen anderen Ausnahmen, hat man manchmal ein wenig zuviel vom “in der ersten Reihe sitzen” aka Rosamunde Pilcher und Florian Silbereisen.

Also was machen die mit dem ganzen Geld?

Im Jahr 2009 sind 7,6 Mrd Euro Gesamterträge aus den Rundfunkgebühren erzielt worden. Was davon wo hinfliesst musste bis heute nie transparent gemacht werden. Aber seit einem Jahr ist die Klausel über die Offenlegung der Gehälter z.B. beim WDR vertraglich festgelegt. Mit dem Sender haben 6 Rundfunkanstalten nachgezogen.

So bekommt die WDR Intendantin: Monika Piel im Jahr davon 308.000 Euro.
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) machte letzten Donnerstag freiwillig bekannt, dass ihre Intendantin Dagmar Reim, 220.000 Euro/Jahr bekommt.
Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks (SWR) und amtierender ARD-Vorsitzender, liegt bei 273.000 Euro.
Der Chef des Saarländischen Rundfunks (SR), Fritz Raff, beläuft sich auf 210.000 Euro.
Lutz Marmor vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) erhielt 286.000 Euro.

Wenn man sich die Verteilung des Geldes auf die verschiedenen Rundfunkanstalten statistisch ansieht, muss das auch so sein:

Verteilung der Gebührenerträge 2009

Quelle: www.gez.de

All diese Beträge sind jedoch klein gegenüber dem, was bei Privatsendern verdient wird. Laut Geschäftsbericht bekam ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling 2009 für zehn Monate rund 1,9 Millionen Euro, Andreas Bartl, der dortige deutsche Fernsehvorstand, etwas mehr als 900.000 Euro.

Aber wenn man bedenkt, dass diese im Verhältnis dazu durch ihre Werbeeinnahmen rund um die Uhr deutlich mehr einnehmen ist die Verteilung nicht ganz so unausgeglichen.

Bruttowerbeeinnahmen der TV Sender 2009

Und übrigens, sollte die GEZ trotzdem mal vorbeikommen, sollte man vorbereitet sein (-;

Serious Monday: und Tschüss Google Wave

August 9th, 2010  |  Published in Serious Monday

nowave

Vor knapp einem Jahr stellte Google seinen neuen online dienst Google Wave unter großem tam tam vor.

Das Prinzip hinter Google Wave war wie folgt, Man kann Gruppen bilden und gemeinsam Themen diskutieren. Holt man später eine Person dazu, sieht diese sofort, was bis zu diesem Zeitpunkt diskutiert wurde, die gesamte Diskussion, alle Nachrichten werden sofort sichtbar. Also ist der ganze dienst recht praktisch wenn sich mehrere Menschen über eine längere zeit über ein Thema unterhalten.

Doch die meisten Menschen hatte weder Sinn noch Zweck von Google Wave entdeckt, und so stagnierten die Nutzer zahlen. Während sich die anderen Dienste die mit google wave verknüpft waren, zb, Google Mail und Chat weiter entwickelt haben, tat sich bei Google Wave nichts, weder weiter Entewickelungen noch neu Nutzer.So Kamm nun endlich das Todes Urteil für Google Wave. Doch dies ist kein großer Verlust, denn für die meisten Menschen wird die Einstellung von diesem google dienst genauso eine kleine Randnotiz sein, wie seine Einführung vor einem Jahr.

Für alle die doch diesen Service nutzen, und schätzten, die ganze Technik von  Google Wave wird an die Opern Source community weiter gegeben.


Serious Monday: Die unendliche “Komödie”: Jörg Kachelmann

August 2nd, 2010  |  Published in Serious Monday

Es hört einfach nicht auf.
Kaum hat man Herrn Kachelmann wegen Mangel an Glaubwürdigkeit der bis dato einzigen, an die Gerichtsbarkeit gewandten Zeugin freigelassen, kommt wieder eine Dame aus seiner Vergangenheit die auch was erlebt hat oder zu wissen glaubt was für ein böser Mensch er doch sei.

Nachlesen könnt Ihr das Neueste zum Beispiel  hier.

Es ist doch langsam eine sehr dubiose Geschichte. Nachdem nun bekannt ist, wie vermögend Herr Kachelmann ist (was vorher eben niemand wusste), hatte er auf einmal x-Geliebte und ALLE anscheinend gleichzeitig.Wenn dem wirklich so wäre (meine Meinung) wie hat er das alles dann koordiniert?

Will man jemanden wegen seinen sexuellen Neigungen hier “verurteilen”? Will man es einem Mann (oder einer Frau) verwehren, wenn die Chemie stimmt, den Trieben freien Lauf zu lassen?

Wie heißt es doch immer so schön: “Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!”  *pah*

Die Thematik alleine schon:

Eine Affaire nebenbei, ja. Vielleicht auch noch eine zweite, ja, bekommt “Otto-Normalverbraucher” hin. Aber eine Person des öffentlichen Lebens? Jeden Tag im Fernsehen und in der Werbung. Niemand hat was gemerkt? Wohnten die Damen alle einsam im Wald? Keine Nachbarn, selbstversorger mit dem was die Natur zu bieten hat?

Keine wusste von der anderen, da es sehr selten war (*Ironie*), daß Herr Kachelmann in der sog. “Klatschpresse” war, mit einer Dame auf einem Empfang oder beim Candlelight-Dinner, oder, oder, oder ….

Also mal ehrlich, is doch nen Witz. Jede Dame, die vielleicht mal einen Kuß von ihm bekommen hat oder von ihm in den Po gekniffen wurde ist nun ein armes Opfer, das EBEN NICHT auf eine Verurteilung der Tat hofft, sondern nur auf Geld.

Ich bin gespannt, wie das alles ausgeht und ob wir Männer nun demnächst dann alle eine modische Fußfessel bekommen, damit man uns auf Schritt und “Fehl-”Tritt überwachen kann.

Bitte liebe Leser, dieses ist einzig und allein meine Meinung und spiegelt nicht die Meinung des Seitenbetreibers oder eines Dritten wieder!!!

In diesem Sinne

macht´s jut

Dirk